Fluchtverhalten

Wegspringen, seitlich ausweichen oder Weglaufen. Das Pferd ist von Natur aus ein Fluchttier und reagiert auf das, was es als Bedrohung empfindet.

Fluchtverhalten: Wegspringen, seitlich ausweichen oder Weglaufen. Das Pferd ist von Natur aus ein Fluchttier und reagiert auf das, was es als Bedrohung empfindet.
Lies die Kombination und den Kontext. Lies dieses Signal immer zusammen mit dem Rest des Körpers und der Situation.

Was du siehst

Das Pferd springt seitlich, weicht zurück, dreht weg oder rennt weg, oft plötzlich und mit hohem Kopf, angespanntem Körper und weit geöffneten Nüstern.

Was es bedeuten kann

  • Schreck bei etwas Unerwartetem: ein Geräusch, eine Bewegung oder ein unbekannter Gegenstand.
  • Angst oder Unsicherheit in einer neuen oder belebten Umgebung.
  • Übertragung von Anspannung aus der Herde: wenn ein Pferd flieht, folgen andere oft.

Was das nicht beweist

Fliehen beweist keinen Unwillen oder Ungehorsam. Es ist eine tief verwurzelte Überlebensreaktion eines Fluchttiers; das Pferd denkt nicht zuerst nach, sondern reagiert.

Lies die Kombination und den Kontext

Achte auf den Auslöser und darauf, ob das Pferd sich danach wieder beruhigt. Anhaltend schnelles Erschrecken und schwieriges Beruhigen kann auf Stress, Schmerz, schlechtes Sehen oder zu viele Reize hinweisen.

Wann du Hilfe suchen solltest

Ein Pferd, das auffällig öfter oder heftiger erschrickt als früher, sollte auf Schmerz, Sehvermögen und Wohlbefinden untersucht werden, zusätzlich zu ruhigem Training mit einer guten Begleitperson.

Dieser Bereich hilft dir zu beobachten; er stellt keine Diagnose. Verhalten allein beweist keine Schmerzen oder Krankheit. Neue oder deutliche Schmerzzeichen und unerklärte Verhaltensänderungen sollten von einem Tierarzt beurteilt werden.

Mehr entdecken

Quellen: McGreevy, P. (2012), Saunders/Elsevier · International Society for Equitation Science (ISES).