Blinddarm und Dickdarm
Der Blinddarm und der Dickdarm bilden zusammen den großen Gärraum des Pferdes, in dem die Fasern verdaut werden.
Allgemeine Informationen, keine individuelle Fütterungs- oder Rationsberatung. Frag für dein Pferd deinen Tierarzt oder einen Ernährungsberater.
Wie funktioniert das?
Der Blinddarm und der Dickdarm zusammen, auch der Hinterdarm genannt, bilden den größten Teil des Verdauungstrakts. Der Blinddarm wirkt wie ein großer Mischtank, in dem Mikroorganismen die Fasern fermentieren. Dabei entstehen flüchtige Fettsäuren, die das Pferd als wichtigste Energiequelle aufnimmt, plus B-Vitamine. Der Hinterdarm ist auch ein großes Wasserreservoir, und das Futter bleibt dort lange, bis zu einigen Tagen, um gründlich zu fermentieren.
Warum es wichtig ist
Der Hinterdarm macht aus Gras und Heu nutzbare Energie und hält zugleich eine Wasserreserve. Gerade weil die Fermentation auf einem empfindlichen mikrobiellen Gleichgewicht beruht, ist eine stabile, faserreiche Ration so wichtig.
Häufige Irrtümer
- Die Verdauung endet nicht im Dünndarm; die Faserverdauung im Hinterdarm liefert den größten Teil der täglichen Energie.
- Der Dickdarm ist kein passives Abflussrohr, sondern ein aktiver Gärraum.
Worauf du achten solltest
Der Hinterdarm ist empfindlich gegenüber plötzlichen Futterwechseln und gegenüber einer großen Stärkeladung, die den Dickdarm erreicht. Beides kann die Darmflora abtöten, den Säuregrad sinken lassen und die Gefahr von Kolik und Hufrehe erhöhen. Ändere Futter daher immer schrittweise.
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Quellen: Ohio State University Extension · Iowa State University Extension.